Startseite » Ernährung » Der Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt stellt einen Mechanismus dar, der ständig versucht das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im menschlichen Körper zu regulieren. Dabei wechselt die Menge an Säuren und Basen in unserem Organismus permanent, je nachdem wie viele Säuren über die Nahrung zugeführt werden und wie viele im Stoffwechsel anfallen.

Heutzutage sind die meisten Menschen übersäuert

In der heutigen Zeit besteht bei vielen Menschen ein Säureüberschuss, nachdem über die moderne Ernährungsweise zu viele säuernde Nahrungsmittel aufgenommen werden. Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts mussten sich die Menschen über den Säure-Basen-Haushalt noch keine Sorgen machen. Tierische Nahrungsmittel sowie andere säurebildende Lebensmittel machten damals maximal 15 % der gesamten Energiezufuhr aus –  im Vergleich dazu sind diese heute durchschnittlich 40 %. Zudem konnte, falls in früheren Zeiten doch einmal säurereicher gegessen wurde, der Körper die Säuren durch die damals weit verbreitete körperliche Arbeit deutlich schneller wieder ausschwitzt werden als bei sitzenden Tätigkeiten.

Säurebildende Lebensmittel sind z.B.:

  • Tierische Eiweisse wie Fleisch, Wurstwaren, Fisch und Eier
  • Milch und viele Milchprodukte
  • Teig- und Backwaren
  • Süßigkeiten
  • Sojaprodukte
  • Softdrinks und kohlensäurehaltige Getränke
  • Kaffee, Nikotin und Alkohol
  • Fertigprodukte
  • Künstliche Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Süßstoffe etc.
  • Körperliche Überlastung
  • Psychische und nervliche Belastungen wie Stress, Ärger, Sorgen und negative Gedanken
  • „Falsche“ Atmung

 

Folgen eines gestörten Säure-Basen-Haushaltes

Ist das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper in eine dauerhafte Dysbalance geraten, so machen sich bald die ersten körperlichen Symptome bemerkbar.

Mögliche erste Anzeichen einer Übersäuerung:

  • Erhöhte Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Gesteigerte Infektanfälligkeit
  • etc.

 

Mögliche Folgen einer jahrelangen Übersäuerung:

  • Entwicklung von Allergien
  • Bindegewebsschwäche sowie Cellulite und Besenreiser
  • Durchblutungsstörungen
  • Entzündungen
  • Erschöpfung und Depressionen
  • Hautprobleme
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Sodbrennen und saures Aufstoßen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Unerklärliches Schwitzen
  • Übergewicht
  • Haarausfall
  • etc.

 

Was tun im Falle einer Übersäuerung?

Zu Beginn sollte man prüfen, ob nun tatsächlich eine Übersäuerung vorliegt. Dies ist am besten über eine pH-Wertmessung des Urins möglich. Liegt eine Übersäuerung vor, sollte man  seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie psychische Einflussfaktoren einmal genauer unter die Lupe nehmen. In Folge können dann die entsprechenden Maßnahmen, wie z.B. eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten, Maßnahmen zur Entsäuerung etc. gesetzt werden.

 

 

Quelle: 
Lohmann, Maria (2012): Das Säure-Basen-Kochbuch (4.Aufl.). Stuttgart: TRIAS, S. 8ff.